Die Regeln an der W.L. Seaton Secondary in Vernon, Kanada

Die Regeln an der W.L. Seaton Secondary in Vernon, Kanada

Ich bin Pia, 15  Jahre alt und werde ein halbes Jahr in Vernon, British Columbia verbringen. Bei meinem gesamten Prozess wurde ich von meiner Organisation Kulturwerke Deutschland unterstützt und beraten. In Vernon besuche ich die W. L. Seaton Secondary School und habe die Kurse Englisch, Französisch, Social Studies und Mathe. Die Fächer sind erträglicher, als sie sich anhören ☺

PiavonHagemeister

Ich besuche hier eine öffentliche Schule, was bedeutet, dass es hier keine Schuluniformen gibt. Vorgesetzt wird ein Dresscode; keine Strandklamotten, keine kritischen Aufdrucke und simpel gesagt, nichts Unpassendes. Um ehrlich zu sein wird der Dresscode hier nicht sonderlich wichtig genommen. Viele laufen hier mit kurzen Klamotten herum, mit witzigen Aufdrucken und auch gewagteren Outfits. Uns wurde zwar gesagt, dass es sein kann, dass wir aufgefordert werden uns etwas anderes anzuziehen, aber in der Praxis habe ich das noch nicht erlebt. Ich finde das auch eigentlich ganz gut so. Jeder sollte das tragen können, was er will. In der Schule ist mir aufgefallen, dass man deutlich öfter Komplimente über Outfits hört und das könnte in Deutschland ruhig auch mehr der Fall sein. 20 Minuten nach Beginn des Unterrichts und 20 Minuten vor Ende des Unterrichts dürfen wir nicht das Klassenzimmer verlassen. Allerdings auch wieder nur in der Theorie. Hat man zum Beispiel sein Buch im Spind vergessen, wird einem immer erlaubt dieses noch zu holen. In Deutschland war ich es gewohnt, dass, falls man auf die Toilette muss, man nachfragen muss. Hier ist es anders. Die Schüler stehen einfach auf und gehen, da die Lehrer eigentlich immer wissen, wo sie hingehen. Ich frage allerdings aus Höflichkeit trotzdem immer nach. Es wird hier auch deutlich entspannter gesehen, wenn ein Schüler zu spät kommt. Natürlich sollte man immer pünktlich erscheinen und es ist auch vom Lehrer abhängig, aber im Normalfall sehen die Lehrer das recht locker. Allgemein sind die Lehrer deutlich persönlicher. In der ersten Stunde hat uns jeder Lehrer von seiner Familie, irgendwelchen Erlebnissen und witzigen Geschichten erzählt. Dadurch wirkt alles nicht so förmlich und es herrscht ein angenehmes Arbeitsklima. Sonst wird ein respektvoller und freundlicher Umgang untereinander erwartet, aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein. 

Unabhängig von der Schule haben wir auch noch Regeln vom Schuldistrikt (das ist sozusagen der Ort bzw. Regeln, die jede Schule/jeder Austauschschüler zu beachten hat): Teilweise Sicherheitsregeln, z. B. nur mit Helm Fahrrad fahren, aber auch keinen Alkohol trinken oder Drogen nehmen. Uns wird auch vorgeschrieben, wann wir Zuhause sein müssen, unter der Woche um 20 Uhr und am Wochenende um 23 Uhr. Diese Regeln werden zu unserer eigenen Sicherheit aufgestellt und bei einem Verstoß wird man im schlimmsten Fall nach Hause geschickt. Sie waren ein eigener Teil meiner Bewerbung, der unterschrieben werden musste. An meinem ersten Tag hier haben wir diese ganzen Regeln noch einmal durchgesprochen. Die Vorschriften in der Schule wurden uns auch mündlich mitgeteilt; der Direktor und die stellvertretenden Direktoren sind durch die Klassen gegangen und haben uns diese vorgelesen.

Die Regeln schränken uns nicht wirklich ein und ich finde sie auch nachvollziehbar. 

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Bericht ein wenig weiterhelfen und ihr könnt euch das jetzt ungefähr vorstellen. Falls ihr Interesse an einem Auslandsaufenthalt habt oder allgemein Fragen zu diesem Thema, meldet euch doch gerne bei info@kulturwerke-deutschland.de. Sonst lest euch doch gerne noch weitere Berichte durch ☺.

Bis bald, eure Pia

 

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