Kimis Anreise und erste Tage in Neufundland, Kanada

Hi! 

Willkommen zu meinem ersten Blogartikel. Ich bin Kimi, ich bin 16 Jahre alt und mache momentan meinen Schüleraustausch in St. John`s, das ist eine Stadt mit ungefähr 300 000 Einwohnern. Sie liegt auf der Insel Neufundland vor der Ostküste Kanadas. 

Aber fangen wir als Erstes mit dem Kofferpacken und den Vorbereitungen für die Reise an. Ich habe ungefähr 3 Tage vorher angefangen meine Koffer zu packen, das würde ich Euch definitiv auch empfehlen, falls ihr also etwas vergessen habt oder noch nicht ganz sicher seid, was ihr alles mitnehmen wollt. Mein Flug ging um 7:45 Uhr und ich sollte ungefähr 3 Stunden vorher am Flughafen sein, das heißt, ich musste also schon um 3:30 Uhr aufstehen! Der erste Flug ging von Berlin nach Frankfurt, dort wurde es dann ziemlich knapp den nächsten Flieger zu bekommen, weil ich da nur 1 Stunde Aufenthalt hatte. Ich musste mich sehr beeilen, da ich noch einmal eine gute halbe Stunde am Zoll stand und zudem ist der Frankfurter Flughafen riesig. Zum Glück habe ich es dann aber endlich auch noch in meinen Flieger geschafft. Danach konnte ich mich dann für die nächsten 8 Stunden Flug entspannen.

Ich traf auf dem Flug auch noch andere deutsche Austauschschüler, was auf jeden Fall angenehm war, denn man konnte nochmal Deutsch sprechen. 

Auf dem Montreal Airport angekommen, musste ich als erstes durch eine “Zwischen”-Immigration, da stand ich schon alleine 2 Stunden an, um meinen Pass für 2 Minuten vorzuzeigen. Zudem wurde ich alle paar Meter, die ich gelaufen bin, nach meinem Pass gefragt oder nach meiner Study Permit. Als nächstes bin ich dann so 2 km durch den Flughafen gelaufen, um zur „richtigen“ Immigration-Behörde zu kommen (natürlich mit allen paar Metern Passkontrolle). Dort angekommen, musste ich ein Ticket ziehen und die nächsten 2 Stunden nur sitzen und warten. Endlich auch das geschafft, hatte ich noch ca. 2 Stunden Aufenthalt im Flughafen, also habe ich mir etwas zu essen geholt und wieder einmal gewartet. Dieser ganze Immigration-Prozess hat ungefähr 5-6 Stunden gedauert. Also wenn Ihr vorhabt, auch einen Schüleraustausch nach Kanada zu machen, plant auf jeden Fall viel Zeit bei der Immigration ein, weil Ihr sonst Euren Flug auf jeden Fall verpasst! Aber auch das war dann geschafft und ich konnte auf meinem letzten Flug noch einmal ein paar Stunden Schlaf abbekommen. 

In St. John`s angekommen, musste man nochmal eine kleinere Immigration machen, die hat aber nur ungefähr eine halbe Stunde gedauert. Nun durfte ich meine Gastfamilie das erste Mal treffen, da sie mich am Flughafen abgeholt hat. Sie waren super nett und super freundlich. Also, habt nie Angst vor eurem ersten Treffen mit der Gastfamilie, sie sind eigentlich immer sehr nett. Dann fuhren wir auch gleich zu meinem neuen Zuhause, für die nächsten 10 Monate. Ich war schon 24 Stunden unterwegs, das heißt, ich konnte mich kaum noch wach halten, nachdem wir angekommen sind, bin ich direkt schlafen gegangen. Am nächsten Tag wurde ich im Haus herumgeführt, das mindestens doppelt so groß wie mein Zuhause in Deutschland ist. An diesem Tag bin ich auch noch mit meinem Gastvater in die Stadt gefahren und wir haben bei Tim Hortons angehalten, wo ich eine Packung „Timbits“ bekommen habe, so eine Art Donuts, die in Kanada sehr beliebt sind. Am nächsten Tag war dann erst einmal ein Feiertag, an dem es ein großes Barbecue gab und am nächsten Tag war dann mein erster “Schultag”.  Nicht wirklich Schultag, wir waren nur 2 Stunden in der Schule, um unsere Stundenpläne abzuholen und haben einen kleinen Rundgang durch die Schule gemacht. Der erste „richtige“ Schultag am Tag danach war sehr entspannt und generell ist die Schule hier viel entspannter, außerdem sind die Kanadier sehr weltoffen und freuen sich, wenn sie mal mit jemandem aus einer anderen Nation reden können. Der Lehrstoff ist hier vom Niveau her etwas unter dem deutschen Niveau (zumindest bis jetzt!) und daher solltet Ihr eigentlich keine Probleme hier mit der Schule bekommen. Außerdem gibt es in Kanada auch sehr interessante Fächer, die ihr wählen könnt, wie zum Beispiel Kochen, Web-Design oder Healthy Living. Zudem könnt Ihr hier in vielen verschiedenen Sportarten aktiv werden. Ich spiele hier Basketball und Fußball, hätte aber auch noch viele andere Möglichkeiten gehabt, wie Eishockey oder Kanu oder sogar Soft Ball (eine andere Variante von Baseball). Außerdem habt Ihr die Möglichkeit, wenn Ihr wollt, auch noch andere Clubs nach der Schule zu besuchen, wie Wandern oder Mixed Sports, wo ihr verschiedene Sportarten ausprobieren könnt. Am Wochenende habe ich die größte Sehenswürdigkeit von Neufundland besucht, den Signal Hill, dort waren früher die Briten stationiert, um gegen die Franzosen zu kämpfen. Also nochmal alles kurz zusammengefasst: Die Anreise war sehr hart, vor allem die Immigration, aber es hat auch Spaß gemacht, vor allem wenn ihr zusammen mit anderen reist. Das erste Treffen mit meiner Gastfamilie war sehr gut, trotz der Müdigkeit und was ich bis jetzt gehört habe, gab es auch bei anderen nie ein Problem. Die Schule ist hier sehr viel entspannter, vor allem könnt Ihr hier auch mal andere Fächer ausprobieren, die wir in Deutschland nicht haben. Zudem sind die Kanadier sehr offen und freuen sich über jeden Neuen an der Schule. Und Ihr habt auch noch andere Möglichkeiten, neue Dinge auszuprobieren, wie zum Beispiel verschiedene Clubs nach der Schule. Also: Alles steht euch offen! Wenn ihr jetzt auch Lust auf einen Schüleraustausch bekommen habt, meldet euch doch einfach mal bei Kulturwerke Deutschland!

Ciao (oder besser: Bye),

euer Kimi

Kimi

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