Ich wohne hier in einem sogenannten Boarding House. Das kann man mit einem Internat vergleichen: Hier wohnen Schüler aus zahlreichen Ländern zusammen. Dieses Jahr sind es 60 Schüler aus mehr als 20 verschiedenen Ländern. So konnte ich schon viele Freundschaften mit Kindern aus den verschiedensten Ländern schließen. Zudem lernt man hier viel über die unterschiedlichen Kulturen und Traditionen. Mein Zimmer teile ich mir mit einem Mädchen aus Brasilien. Meine beste Freundin, die im Zimmer nebenan wohnt, ist hingegen aus Kasachstan. Wer selbst ein Auslandsjahr in den USA erleben möchte, dem kann ich diese Erfahrung nur wärmstens empfehlen.
Die Archbishop Riordan High School liegt in San Francisco. Hier gibt es einige Fächer, die man in Deutschland häufig nicht wählen kann. Es wird beispielsweise Anatomie, Computer Science und amerikanische Gebärdensprache angeboten. Außerdem kann man an vielen Sportarten über das Schuljahr verteilt teilnehmen. Ich selbst habe zum Beispiel in der Tennismannschaft der Schule mitgespielt.
Diesen Monat habe ich ein anderes deutsches Mädchen kennengelernt, das auch ein halbes Jahr in San Francisco verbringt. Zudem habe ich weiterhin die Innenstadt erkundet. Diesen Monat fand auch das erste Basketballspiel unserer Schulmannschaft statt. Am besten hat mir jedoch die Thanksgiving Break gefallen. Wir hatten 5 Tage schulfrei. In dieser Zeit bin ich zu Freunden meiner Familie nach Los Angeles geflogen. Die Familie, bei der ich für diese Zeit gewohnt habe, hat mir alle Sehenswürdigkeiten in der Stadt gezeigt. Ich habe das berühmte Hollywood Sign und den Walk of Fame gesehen. An einem anderen Tag sind wir nach Santa Monica gefahren. Der Strand und der Pier sind dort besonders schön. Außerdem hatten wir ein typisch amerikanisches Thanksgiving Dinner. Das hat unglaublich gut geschmeckt!
In der Schule hingegen gibt es momentan verhältnismäßig viel zu tun. Die „Finals" (Abschlussprüfung zum Ende eines Halbjahres) stehen bevor. Jedoch sollte das ganz gut machbar sein, da wir uns in allen Klassen darauf vorbereiten.
In zwei Wochen fliege ich wieder nach Hause, aber hatte noch kein Heimweh. Vermutlich hatte ich gar keine Zeit dafür, so aufregend wie meine Zeit hier war und auch immer noch ist. Zwar freue ich mich darauf, meine Familie und Freunde endlich wiederzusehen, auf der anderen Seite weiß ich aber, dass das bedeutet, ich muss mich von meinen Freunden hier erstmal verabschieden. Jedoch plane ich, diese wiederzusehen, das macht es etwas einfacher.
Ich würde definitiv jederzeit hierher zurückkommen und kann es Jedem empfehlen, diese Erfahrung selbst zu machen!
Du möchtest auch ein Auslandsjahr erleben? Alle Infos zum Schüleraustausch USA findest du bei Kulturwerke Deutschland.
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