Ich mag meine Schule ziemlich gerne. Ein Schultag fängt immer morgens um 8.20 Uhr an und endet um 13.40 Uhr. Wir haben normalerweise 4 Fächer am Tag und eine Pause, von 10 Uhr bis 10.30 Uhr. So ist das zumindest für alle Seniors (11. und 12. Klasse). Da ich nur neun Monate hier lebe und das Schuljahr in Deutschland auch nicht wiederholen werde, hat mir meine deutsche Schule einige Fächer vorgegeben, die ich belegen muss. Mathe, Englisch, Modern History, Bio und Spanisch musste ich also nehmen, ein Fach durfte ich dann noch selber aussuchen. Ich habe mich für Food and Nutrition entschieden. Food and Nutrition war meiner Meinung nach das einzige spannende Fach, das ich in dieser Stunde nehmen konnte, es ist auch eigentlich ziemlich spannend. Natürlich hätte ich auch sehr gerne mal Aquatic Practices, Fashion, Design, Dance oder andere „außergewöhnliche" Fächer ausprobiert, das hat sich aber leider nicht wirklich bei mir ergeben. Allerdings konnte ich in den ersten Wochen bei Marine mitmachen, das war echt spannend. Ich finde aber auch, dass der Biounterricht hier ganz anders aufgebaut ist. Es geht natürlich auch viel um den Ozean und deren Lebewesen, wir hatten im letzten Term einen Trip nach Heron Island, auf dem wir ganz viel Schnorcheln waren, aber auch Daten für unser Assessment gesammelt haben. In Australien schreiben die Schüler nicht so viele Arbeiten, sondern haben eher Assessments. Das sind teilweise echt große Forschungsarbeiten, die wir schreiben müssen. Ich finde Assessments viel schwieriger als Arbeiten, weil man immer so förmlich und gehoben auf Englisch schreiben muss und alles öfters wiederholen und analysieren soll. Der ganze Arbeitsaufwand ist für mich wesentlich mehr, als würde man nur eine Arbeit schreiben, man ist über Wochen lang gestresst und hat immer noch irgendwelche Assessments zu tun. Mit der Zeit verstehe ich jetzt so langsam, wie ich da rangehen soll, ist aber immer noch super aufwendig. Die Kursgrößen hier sind sehr unterschiedlich, in Food and Nutrition sind wir zehn Leute und in Bio 30. Deswegen ist der Unterricht hier natürlich anders. Der größte Unterschied für mich war auf jeden Fall, dass wir alles auf dem Laptop machen. Alles ist digital, an meiner deutschen Schule haben wir nie irgendwas online gemacht. Mittlerweile werden wir alle schneller im Tippen und können die ganzen Apps gut benutzen, es dauert aber seine Zeit.
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